Bericht der Berufsfachschulen zur Corona-Pandemie

In Zeiten von Corona…

SchülerInnen der BFS Gesundheit und Ernährung berichten

Dass COVID-19 auch vieles in der Schulwelt verändert hat, haben wir alle deutlich zu spüren bekommen: Da gibt es im Berufskolleg Kohlstraße Einbahnstraßentreppenhäuser, maskiertes Schulpersonal und SchülerInnen, feste Corona-Wochen-Sitzpläne und viele Hygieneregeln, die es zu beachten gilt. „Gar nicht so einfach, so einen Schultag unter den neuen Bedingungen zu meistern,“ waren sich die befragten SchülerInnen der BFS G und E einig.

Im Rückblick auf den Zeitraum des Corona-Shutdowns und das gleichzeitige homeschooling wurden die SchülerInnen befragt, wie das Corona-Virus ihr Leben sowohl negativ, als auch positiv verändert hat. Neben dem beklagten Mangel von Klopapier, Mehl, Nudeln, Seife und Konserven in den Läden litten viele SchülerInnen unter der sozialen Isolation von ihren Freunden, und verloren häufig Ihren Schlafrhythmus, weil man „plötzlich mit so viel frei einzuteilender Zeit überfordert war“ und nächtelang Netflix und Co. konsumierte, um dann „irgendwann gegen 12:00 so langsam zum Mittagessen aufzustehen.“ Klar, ist ja auch alles erlaubt, so lange die Deadlines der Homeschoolingaufgaben eingehalten wurden. Diesbezüglich beschwerten sich viele SchülerInnen über „zu viele Aufgaben, die sie auch noch alle gleichzeitig bearbeiten sollten“ und waren häufig dankbar, dass durch die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts „ein strukturierter Alltag, der soziale Kontakt mit den MitschülerInnen, und die persönliche Kommunikation mit den Lehrkräften wieder ermöglicht wird.“ „Endlich mache ich mich nicht mehr nur ein mal pro Woche zum Einkaufen hübsch, sondern für die Schule“, berichtet eine Schülerin erleichtert.

Überwiegend wurde die viele frei einzuteilende Zeit während des Shutdowns positiv von den SchülerInnen aufgenommen, (abgesehen davon, „dass man auch mehr Zeit hatte, sich eingesperrt mit der Familie zu streiten“,) und es wurde häufig wertgeschätzt, dass „man endlich mal bewusst, entschleunigt, mehr Familienzeit gemeinsam“ verleben konnte. Auch wussten einige SchülerInnen die neu gewonnene freie Zeiteinteilung für die Entdeckung neuer Hobbies wie beispielsweise Modellbau zu nutzen. Zudem freuten sich alle über das gute Wetter während dieser Zeit. Insgesamt waren sich jedoch fast alle SchülerInnen einig: Die Zeit des Homeschooling war zwar frei eingeteilte Zeit, jedoch mit eingeschränkter Freiheit.

Lobenswerterweise berichteten ausnahmslos alle befragten SchülerInnen, dass sie wirklich nur in dringenden Fällen das Haus verließen, was in Betracht ihres Alters eine stolze Leistung ist. Viele Schülerinnen berichteten von kuriosen, „giftigen Blicken beim Einkaufen, wenn der Mindestabstand unterschritten wurde,“ aber auch von großer Hilfsbereitschaft, und dass in Zeiten von Corona „man die wirklich wichtigen Dinge im Leben wie Glück, Liebe, Familie, Freundschaft, Zusammenhalt, Freiheit und Gesundheit“ ganz neu zu schätzen weiß.

 

06.06.2020                                                                                   Brita Osenberg für die BFS G  und E