e-Twinning-Projekt: Jugendliche programmieren Spiele für norwegische Schüler

Berufskolleg Kohlstraße kooperiert mit Grundschule in Trondheim.

Seit Anfang des Schuljahres arbeiten Schüler des Berufskollegs Kohlstraße mit einer norwegischen Grundschule an einem „stummen“ Schulprojekt. Das sogenannte e-Twinning soll eine Lehrgemeinschaft zwischen verschiedenen europäischen Schulen schaffen. Nach dem Motto „Involve me and I learn – A Project without words“ kooperieren die Schüler des „Beruflichen Gymnasiums Erziehungswissenschaften“ und eine norwegischen Grundschulklasse aus Trondheim seit August 2018. Die Besonderheit ist, dass die norwegischen Kinder aufgrund ihrer Muttersprache nonverbal kontaktiert werden müssen. Diese Ausgangssituation soll eine immer häufigere Berufssituation simulieren, in der die Erzieher nicht die gleiche Sprache sprechen wie ihre Schüler.
(Quelle: Zeitungsartikel WZ; 28.02.2019)

Die Themen der einzelnen Computerspiele sind vielfältig

Mit verschiedenen Aufgaben werden die Kinder animiert, sich kreativ und sportlich zu betätigen. Die Projekte, die die Schüler des Gymnasiums entwerfen, sind fächerübergreifend. Sie finden in Informatik, Pädagogik, Sport und Kunst statt. Eine besondere Rolle spielen die neuen Medien, mit deren Hilfe die Kinder zu Aktionen animiert werden sollen. Beispiel: In dem Fach Informatik programmierten die Wuppertaler Schüler Bewegungs- und Denkspiele. Es handelt sich um Computerspiele, bei denen die Kinder mit Sprüngen auf Matten Spielfiguren auf dem Bildschirm bewegen. Die Gymnasiasten und die norwegischen Grundschüler sind hierzu in verschiedene Gruppen eingeteilt. Die Gruppen sind durch Projekt-Maskottchen thematisiert. Die Delfingruppe des Gymnasiums programmiert ein thematisch passendes Spiel für die gleichnamige Gruppe in Norwegen. Das Thema ist die Zunahme von Müll im Meer. Die Grundschüler spielen das Spiel und sollen sich somit aktiv mit dem Bereich Umweltschutz auseinandersetzen. Anschließend geben sie eine Bewertung ab.

Im Bereich Sport hat die Klasse des beruflichen Gymnasiums eine Akrobatik-Choreografie entwickelt und einstudiert. Hierbei sollen die Projekt-Maskottchen thematisiert und durch entsprechende Akrobatik-Elemente symbolisiert werden. Die Choreografie wurde in einem Film festgehalten, der anschließend nach Norwegen geschickt wurde. Das Videomaterial wurde als Stummfilm zusammengeschnitten. Aufgabe der Schüler war es dann, den Film zu vertonen.

Durch die Sprachbarrieren und die herausfordernden Projektideen werden die Schüler aus Norwegen und aus Deutschland immer wieder aufs Neue gefordert, erklärt die Leiterin des Projekts, Steffi Feldhaus. Auch im nächsten Schuljahr soll ein e-Twinning-Projekt mit einer europäischen Schule stattfinden.

(Quelle: Westdeutsche Zeitung, WZ; 28.02.2019)